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Kurde rechtfertigt 'Ehrenmord'



Kurde rechtfertigt Ehrenmord: »Jeder an meiner Stelle hätte das genauso gemacht«


Bild: dpa

05.10.2007



In München hat ein 36-jähriger Iraker am Donnerstag vor dem Schwurgericht seinen den Mord an seiner Exfrau rechtfertigen wollen. Als Motiv gab Kazim Mahmud Raschid an, dass seine Exfrau "sehr schlecht" zu ihm gewesen sei: "Sie hat mich verraten. Sie hat es verdient."

Der Mann hatte die elf Jahre jüngere Frau gegen Ende des Jahres 2005 mit zwölf Stichen in Kopf und Rücken niedergestochen, sie danach mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leibe verbrannt. Dem gemeinsamen 5-jährigen Sohn, der dabei stand, hatte er eine Tüte über den Kopf gestülpt, damit dieser nicht alles mit ansehen musste.

Wenige Stunden zuvor hatte sich die 25-jährige Sazan von Kazim Mahmud Raschid scheiden lassen. Ihr Mann misshandle sie, so ihr Vorwurf. Das sei aber nur "ein Vorwand" gewesen um ihn "auf die Straße zu setzten", gab der Kurde am Donnerstag im Münchener Schwurgericht an. "Weder mein Stamm noch der Stamm meiner Familie lässt so etwas zu. Ihr Vater sagte, wenn du sie nicht tötest, bringe ich dich um, wenn du nach Kurdistan zurückkehrst."

Eine Mitschuld gibt der Mörder dem deutschen Rechtssystem: "Die deutschen Gesetze sind schuld, dass die Frauen nur Rechte haben. So werden sie hochnäsig und meinen, sie könnten alles tun. Wenn die deutschen Gesetze nicht auf Seiten der Frauen wären, hätte es die Problem nicht gegeben." Schenkt man dem irakischen Kurden Glauben, dann geht es "tausenden" Männern so wie ihm: "Jeder an meiner Stelle hätte das genauso gemacht."

Das Münchener Gericht wird sein Urteil am kommenden Mittwoch fällen. Kazim Mahmud Raschid wird von der Staatsanwaltschaft "heimtückischer Mord aus Selbstgerechtigkeit und übersteigertem Besitzdenken" vorgeworfen.

Label: Ehrenmord


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Das lange Zitat von Gregor zeigt, dass es auf diese Geschichte eben nicht die einfache Antwort gibt, die leider auch hier wieder viele vorschnell vertreten und fordern. Und was bitte schön heißt das denn, dass manche endlich aufwachen sollen? Niemand mehr nach Deutschland/Europa reinlassen? Die Leute einfach sich selbst überlassen? Keine liebevolle Zuwendung mehr?

Was würde Jesus tun?

Er würde sich Zeit nehmen für diese Menschen. Er würde ihnen liebevoll erklären, was Gottes Liebe wirklich bedeutet. Er würde ihnen die Liebe Gottes zeigen, und würde vermutlich von manchen dieser Leute ebenso behandelt, wie damals von seinen Landsleuten und in der Folge von uns allen. Wir sind nämlich alle!!! Sünder! Alle!!!
Die Liebe leben ist sehr, sehr schwer und wird von vielen nicht verstanden, nicht nur nicht von diesem kurdischen Mann.
Als ich vor Jahren mit zwei Türken zusammengearbeitet habe, kamen wir nach einiger Zeit über Abraham auf das Evangelium zu sprechen. Da sagte mir einer meiner türkischen Kollegen: "Ich jetzt 20 Jahre in Deutschland. Du der erste, der mit mir spreche über Abraham. Ein halbes Jahr später hat er von mir ein neues Testament angenommen. Dazwischen haben wir viel geredet und miteinander Pizza gegessen. Ob er heute Christ ist, weiß ich nicht. Aber über eines bin ich mir sicher: Er würde seine Frau nicht umbringen, weil er eine Ahnung von der Liebe Jesu bekommen hat!
Hass, liebe Freunde, und Verachtung machen diese Frau ebenso wenig wieder lebendig, wie besserwisserische Schuldzuweisungen.


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Ich zitiere im Folgenden einen längeren Ausschnitt aus einem Blog zur Islamkritik.
Interessant und gleichzeitig deprimierend ist der Umstand, daß (sofern die Aussagen dieses Textes der Wahrheit entsprchen) die deutsche Justiz dieses Verbrechen nicht verhindern konnte, obwohl es gewissermaßen mit Ansage erfolgte. Zitat:

"In dem Münchner Gerichtssaal herrschte heute Totenstille, als ein 35‑jähriger Iraker beschrieb, wie und warum er seine Frau auf offener Straße erstochen und angezündet hat. Er bereue nichts, sagte er. Er habe so handeln müssen. Wegen der Kultur. Wegen der Religion. Und wegen der deutschen Politik.

"Nein", sagt der schmächtige Mann vor dem Münchner Schwurgericht, "dass ich meine Frau getötet habe, das bereue ich nicht". Er würde es wieder tun. Sie hätte es verdient. Und überhaupt sei auch die Politik der Bundesrepublik Deutschland mitschuldig an ihrem Tod. Denn: "Weil hier die Frauen so viele Rechte haben, werden sie unverschämt".

Als er das sagt, wird es totenstill in dem großen, fensterlosen Gerichtssaal, in dem die spektakulären Münchner Kriminalfälle verhandelt werden. Die Mörder des Volksschauspielers Walter Sedlmayr standen hier vor Gericht, der Stricher, der Rudolph Moshammer tötete, der "Samuraimörder", der sein Opfer mit einem Schwert zerteilte. Doch so schockiert wie an diesem Donnerstag morgen war das Publikum auf den harten Holzstühlen nie zuvor.

Erstochen und mit Benzin übergossen

Denn da ist keiner, der sich entschuldigt, der davon spricht, er sei unzurechnungsfähig gewesen, von Wut oder Leidenschaft übermannt. Ruhig, als spräche er darüber, wie es im Urlaub war, schildert der irakische Kurde Kazim Mahmud Raschid, 35, warum er Sazan Bajez-Abdullah, 24, seine Frau ermordete, warum er mit einem Messer auf sie einstach und die tödlich verletzte Frau auch noch mit Benzin übergoss und anzündete. Seine "Kultur und Religion" hätten ihn dazu verpflichtet, "das zu tun, was ich tun wollte". Und auch sein Schwiegervater wollte, dass Sazan, die Schande über die Familie gebracht hätte, sterbe: "Wenn Du sie nicht tötest, dann töte ich dich", hätte der gesagt - was der Vater bestreitet. Das Verbrechen der jungen Frau: Sie wollte sich scheiden lassen.

Sazan Bajuez-Abdullah hatte sich auf diesen Tag gefreut. Am 25. Oktober 2006 sollte sie von Kazim Mahmud geschieden werden, dem Mann, den ihre Eltern für sie bestimmt hatten, den sie nicht liebte, der sie immer wieder verprügelte, so sehr, dass die Polizei gegen ihn ein Kontaktverbot erwirkt hatte. Um 14.30 Uhr an diesem Tag war die junge Frau wieder frei. "Der glücklichste Tag in meinem Leben", sagte sie zu einer Freundin nach der Verhandlung.

"Jetzt ist sie fällig"

Drei Stunden später war Sazan Bajez-Abdullah tot. Dutzende Menschen in der Maier-Leibnitz-Straße in Garching waren Zeugen ihres Todes. Im Cafe am Anfang der Straße hatte die Bedienung Sazan noch gewarnt, als sie mit ihrem fünf Jahre alten Sohn an der Hand zu ihrer Wohnung lief. Denn erst ein paar Minuten zuvor war Abdullah im Cafe gewesen. Bevor er ging, hatte er gesagt: "Jetzt ist sie fällig". "Der bringt dich um", rief die Kellnerin, die Sazan und Kazim kannte, der jungen Frau zu. Doch die nahm die Drohung nicht ernst.

Der Angriff erfolgte mitten auf der Straße. 13mal stach der Iraker mit einem Messer auf seine gerade von ihm geschiedene Frau ein. Dann lief er zu seinem Auto, holte einen Kanister mit Benzin, ging zu der tödlich verletzten aber noch lebenden Frau, übergoss sie und zündete sie an. Von den Balkonen der Häuser herab warfen Anwohner Plastikflaschen voller Wasser und nasse Tücher. Passanten versuchten, der brennenden Frau zu helfen, brachten das verstörte Kind, das alles mit angesehen hatte, in Sicherheit. Ein Kripobeamter, der in einem Nachbarhaus wohnte und die Schreie auf der Straße gehört hatte, nahm den Iraker fest.

"Ich wollte sie töten"

"Ich wollte sie töten", sagt der nun vor Gericht. Und: "Wenn ich ein Mann bin, dann mach ich das". "Seit neun Monaten schon" hätte er die Tat geplant. An alles war gedacht. An das Messer, um zu töten, das Benzin für das Feuer, "weil sie alle Fenster meines Lebens zugemacht", ihn mit ihrem Ungehorsam, dem Wunsch nach einer Scheidung, der Weigerung, in den Irak zurückzukehren und dem Verbot, seinen Sohn zu sehen, "gebrannt" habe. Für den Fall, dass Passanten der Frau zu Hilfe gekommen wären, hatte er zwei Elektroschocker eingesteckt, um Helfer abzuwehren.

Vor zehn Jahren war Kazim nach Deutschland gekommen, ein unauffälliger Kurde aus Kala Diza im Nordosten des Irak. Er beantragte Asyl, der Antrag wurde abgelehnt, Kazim wurde lediglich "geduldet", durfte München allerdings nicht mehr verlassen. Der ehemalige Mechaniker, der in München Hilfsarbeiten erledigte, hielt sich allerdings nicht an diese Bestimmung. Insgesamt viermal reiste er auf Schleichwegen in seine Heimat und wieder zurück nach München. Seine Familie in Kurdistan, so hatte er ihnen gesagt, sollte ihm eine Frau suchen.

Mit Schlägen zur Hochzeit gezwungen

Sie fanden Sazan. Eine halbe Stunde nur sahen sich die beiden bis dahin einander völlig fremden Menschen. Dann, so sagt Kazim nun vor Gericht, war die Hochzeit vereinbart. "Sazan freute sich". Sazan hatte offenbar keine Chance. Ihr Vater, so vertraute sie später in München einer Freundin an, hätte sie zu dieser Hochzeit mit Schlägen gezwungen. Ihrem Sohn, der am 21. August 2001 in München zur Welt kam, gab sie einen Namen, der auf Kurdisch "Träne" bedeutet.

Eine Frau, wie Kazim sie sich wünschte, war Sazan sicher nicht. Sazan, die auch mit einem Antrag auf Asyl gescheitert war, aber geduldet wurde, lernte schnell Deutsch, hatte Freundinnen, lachte gerne, las Bücher und träumte davon, Schriftstellerin zu werden. Es gab Streit zwischen den beiden. Im Oktober 2005 zeigte sie ihn zum ersten Mal an. Er hätte versucht, sie zu erwürgen. Tatsächlich diagnostizierte ein Arzt bei der jungen Frau Würgemale. Gegen Kazim erging eine einstweilige Verfügung, ein Kontaktverbot. Von nun an durfte er seiner Frau und der Wohnung nicht näher kommen als 300 Meter. Auch seinen Sohn durfte er nicht mehr besuchen. Sazan hatte Angst, er könnte das Kind in den Irak entführen.

An das Kontakverbot hielt er sich nie

An das Kontaktverbot hat sich Kazim Mahmud Raschid nie gehalten. Er lauerte Sazan an Bushaltestellen auf, verprügelte sie dort, brach ihren Briefkasten auf und stieg in ihren Keller ein, versuchte über ein Fenster, in ihre Wohnung einzusteigen und legte ihr auf das Fensterbrett eine Tonkassette, die er besprochen hatte. Man werde Sazan in der Hölle treffen, hieß es darauf, und dass eine Frau, die in Deutschland Schlampe genannt werde besser sei als eine Frau, die ihrem Mann nicht gehorche. Die Polizei war angeblich machtlos. Wenn sie kam, war Kazim längst über alle Berge und gegen Anzeigen wehrte er sich mit Gegenanzeigen.

Erst jetzt, nach dem Mord an der jungen Frau, wurde er wegen diverser Verstöße gegen die Kontaktsperre zu zehn Monaten Haft verurteilt. Fast gleichzeitig lehnte das Verwaltungsgericht München einen Antrag auf Prozesskostenbeihilfe ab, die Sazan als sie noch lebte, für ihren Antrag auf Asyl haben wollte. Begründung des Gerichts: Ehrenmorde und "Gefährdungen wegen Familienehre" seien so eine Art Folklore, nämlich: "Probleme, die in den allgemeinen Regeln des Iraks und den gesellschaftlichen Gepflogenheiten und religiösen Normen wurzeln".

Für den Mord an seiner Frau droht Kazim Mahmud Raschid nun lebenslange Haft – mit besonderer Schwere der Schuld."

Zitat Ende

Ich bitte um Entschuldigung für ein so langes Zitat, aber dieser Text enthält einige Informationen, der in dem kurzen Text von Jeus.de nicht enthalten sind.
Es stellt sich für mich angesichts diesen Falles (und anderer ähnlich gelagerter Fälle, die vielleicht nicht ganz so krass verlaufen) die Frage, wie wir als bundesdeutsche Gesellschaft uns verhalten sollen. Im Einzelfall ist man nachher immer schlauer - aber was lernen wir hieraus für unsere generellen Regeln? Wenn Ehrenmorde tatsächlich zur kurdisch-irakischen "Folklore" gehören - wie verhindern wir sie, ohne das wichtige Asylrecht für politisch Verfolgte zu sehr zu beschneiden? Es sei angemerkt, daß auch die Frau, das Mordopfer, Asyl beantragt hatte (und ihr gerade eine Prozesskostenbeihilfe verweigert worden war). Hätte man sie, wenn ihr Mann sie nicht ermordet hätte, demnächst in den Irak abgeschoben, zurück in ihre kurdische Heimat und damit in den sicheren Tod (angeblich forderte ihr eigener Vater ihre Ermordung!)?
Wir befinden uns in einer moralischen Zwickmühle. Wollen wir zulassen, daß solche Verbrechen weiterhin geschehen? Oder verschärfen wir unsere Gesetze so sehr, daß eben auch Menschen wie das Opfer dieser brutalen Bluttat davon betroffen werden. Die werden dann eben in ihren Heimatländern mißhandelt und ermordet - und wir können unsere Hände "in Unschuld" waschen?

Es ist zum Heulen!

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auch ich bin schwer erschüttert und aufgebracht. hab dann im internet nachgesehn, und ich hoffe, dass zumindest der berliner link nicht gelöscht wird:

Gemeinnütziger Verein und Frauen-Nothilfe
Hatun & Can e.V.
(Hatun: berlinerin und deren sohn, opfer von ehrenmord)

http://www.hatunundcan-ev.com/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1


Artikel › Ehrenamtliche retten vor „Ehrenmord“
http://www.stophonourkillings.com/index.php?name=News&file=article&sid=1808

deutsche berichte
http://www.stophonourkillings.com/index.php?newlang=german

http://www.gendercide.org/case_honour.html

http://www.stophonourkillings.com/index.php?name=Forums&file=viewtopic&p=49#49



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Raus mit diesen Mördern!!! Wenn er hier verknackt wird, dürfen wir als Steuerzahler auch noch seine Kost, Logie und Betreuung übernehmen und das alles im Namen Allahs!?
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Also was der Mann getan hat ist furchtbar, und dass er es auch noch als selbstverständlich ansieht, ist schrecklich. Der gehört in Sicherheitsverwahrung, bis er seine Meinung geändert hat.

Der Satz "Wacht dieses Land jetzt endlich auf?" hat ja viel Staub aufgewirbelt ...

Klar gibt es Leute, die aufwachen müssen. Etwa indem sie sich die Frage stellen, ob eine Kultur, die den Gattinnenmord als selbstverständliche Pflicht betrachtet, es verdient hat, vor der Assimilation durch unsere "Leitkultur" geschützt zu werden.

Denn der Mann ist ja kein isolierter Einzeltäter, der wurde von seinem Stamm dazu gedrängt, die Frau "angemessen" zu bestrafen ...

Etwas ganz anderes ist es, die Tat mit "dem Islam" in Verbindung zu bringen. Nicht nur weil es viele Muslime gibt die diese Tat nie begehen würden, sondern auch weil es keine 100 Jahre her ist, dass jemand z.B. aus Sizilien genauso gehandelt hätte (wenn ich richtig informiert bin, ist der entsprechende Gesinnungswandel in Sizilien erst nach 1945 eingetreten). Und ich würde mich nicht wundern wenn ein "Christ" von einem Dorf auf dem Balkan heute noch so handelt.

Es gibt natürlich einen Zusammenhang zwischen Ehrenmorden etc. und Muslimen, und der ist nicht "nur" statistisch: es gibt islamische Verkündiger die das Handeln dieses Mannes als einzige für einen Muslim erlaubte Reaktion auf das Verhalten der Frau darstellen. ich kann mir nicht vorstellen dass ein irgendein Priester was Vergleichbares sagt.

Islamischer Religionsunterricht von *vernünftigen* Lehrern könnte sicher dazu beitragen, so damit so etwas in Zukunft seltener passiert, aber das wär ein anderes Thema ...

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Ich kann mich dem Kommentar von biba nur anschließen: Wieviele solche Fälle braucht dieses Land noch, um endlich aufzuwachen?

















1 Kommentar 8.10.07 00:13, kommentieren

Joyce Meyer: Eine Frau mit einer Vision

Wer in den letzten Wochen seine Augen aufmerksam durch die christliche Medienwelt schweifen ließ, wird über das Foto einer interessanten Frau gestolpert sein: Kurze Haare, hängende Ohrringe, Make up, roter Lippenstift, lackierte Nägel und ein sympathisches Lächeln. „Joyce Meyer“ war in großen Buchstaben zu lesen. Die Bilder schienen einem in jeder Zeitschrift, auf Plakaten und im Internet zu verfolgen. Und viele stellten sich zu Recht die Frage: Wer ist diese Frau?

Joyce Meyer ist eine weltweit bekannte Bestseller-Autorin, die sich in der christlichen Szene immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Das „Time Magazine“ setzte sie im Jahr 2005 auf die Liste der 25 einflussreichsten evangelikalen Leiter Amerikas. Und das will schon was heißen. Sie hat bereits über 70 Bücher veröffentlicht, gibt bis zu 15 Konferenzen im Jahr und hat sogar eine eigene Fernseh- und Radiosendung (*Das Leben genießen*) . Seit 40 Jahren ist die toughe 64-jährige mit ihrem Ehemann Dave verheiratet. Gemeinsam haben sie vier erwachsene Kinder.

Den Namen „Joyce Meyer“ werden wir in Zukunft in Deutschland noch öfter hören. Denn die amerikanische Rednerin möchte ihr Engagement hierzulande ausweiten. Bisher kannte man sie hier nur durch ihre Sendung, die auf BibelTV und kleineren Lokalsendern ausgestrahlt wird und durch ihre unzähligen Bücher, die ins Deutsche übersetzt wurden. Etwa 400 Kontakte werden aufgrund ihrer TV-Sendung in Deutschland monatlich neu erfasst. Doch was treibt eine so bekannte Rednerin und TV-Bibellehrerin aus St. Louis (USA) in unser beschauliches Deutschland? Im Vorfeld ihrer ersten großen Konferenz in der Grugahalle (Essen) stellte sie sich auf einer Pressekonferenz diesen und anderen Fragen.


Ihre Vision

Es sei ihr wichtig auch in Deutschland Christen mit ihrem Wort zu erreichen. „Da Dave deutscher Herkunft ist und es unser tiefster Wunsch war, den Menschen in Deutschland zu dienen, freuen wir uns sehr über diese Möglichkeit. Es ist wie ein Traum der wahr geworden ist“, formulierte Joyce ihre Gedanken. Es ist ihr ein Anliegen vor allem Christen zu zeigen, dass sie ein Leben führen können, indem ihr Glaube sichtbar wird. Nicht zuletzt deshalb heißt ihre TV-Sendung „Enjoy your days Life“, mit der sie täglich 2/3 der Welt erreicht. Joyce ist davon überzeugt, dass Gott sie gesendet hat, um nun auch die „Tür“ nach Deutschland hin zu öffnen. „Gott hat uns eine großartige Vision gegeben. Es ist unser Ziel, jedes Land, jede Stadt, jeden Tag zu erreichen“, sagte sie. Große Worte. Aber man spürt ihr ab, dass sie es ernst meint. Das zeigt auch ihr derzeitig weltweites Engagement.


Klare Worte

Das amerikanische Redner bei uns nicht den allerbesten Ruf haben, stört Joyce Meyer dabei nicht. Im Gegenteil, sie gibt zu, dass viele Redner eine falsche Geisteshaltung haben. Aber „ich bin hier, weil ich Menschen helfen will. Ich bin nicht hier, um Geld zu machen“, stellte sie klar. Auch für die Menschen, die mit charismatischen Predigten nicht so viel anfangen können, hat die Predigerin eine Botschaft: „Jeder hat seinen eigenen Stil, um vor Gott zu treten und das ist gut so. Ja, ich bin charismatisch, aber ich werde niemanden etwas aufzwingen.“


Zum Lehren berufen

Sich selbst bezeichnet Joyce als „Teacher“. Das „Lehren“ sei ihre Berufung, in diesem Bereich habe Gott sie begabt. Als Evangelistin würde sie sich jedoch nicht bezeichnen. Ihre Veranstaltungen sind in erster Linie für Christen gedacht, die dazu neigen „Sonntags-Christen“ zu sein. „Ich möchte ihnen helfen eine gute und lebendige Beziehung mit Gott zu führen. Wir müssen wissen, wie wir unser Christsein im Alltag leben können“, betonte sie.


Praktische Hilfe

Aber ihr geht es nicht nur darum zu reden, sondern auch konkret zu handeln. Aktiv zu werden. Denn die Menschen dieser Erde brauchen beides – das Evangelium und praktische Hilfe. Deshalb hat sie ein eigenes Hilfswerk gegründet: „Joyce Meyer Ministries“. So kann humanitäre Hilfe in verschiedene Krisengebiete auf der ganzen Welt gesendet werden. Dies geschieht mit 17 internationalen Büros. Seit Neuestem gibt es jetzt auch ein Büro in Hamburg. Außerdem wirken über 800 Mitarbeiter und rund 35 weltweit tätige Hilfsorganisationen in diesem Dienstbereich mit.


Schwere Kindheit

In Joyce's Leben war längst nicht alles so gut, wie es heute scheint, wenn man sie erlebt. Als Kind litt sie viele Jahre unter dem sexuellen Missbrauch ihres Vaters. Später scheiterte ihre erste Ehe. Umso erstaunlicher ist es, wie ehrlich und offen sie mit ihrer Vergangenheit umgeht und ihre Zuhörer an ihren Erlebnissen teilhaben lässt. Sie selbst sagt, dass sie das Wort Gottes ganz neu verstanden hat und sie durch Jesus Christus wieder neue Lebensfreude und Zuversicht geschenkt bekam. Dies möchte sich auch an andere Menschen weitergeben, indem sie Zeugnis gibt.

Das tat sie auch auf ihrer Konferenz am 5. und 6. Oktober in der Grugahalle in Essen. Die nächste Zeit wird zeigen, ob sie durch diese Veranstaltung ihrer Vision ein Stück näher gekommen ist. (mw)

Label: amerikanische Rednerin, Enjoy your days Life, Joyce Meyer


Quelle: Jesus.de

11.10.07 00:00, kommentieren


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